Jetzt für 2027 vorbestellen
Wer im Frühjahr 2027 Wildbienen beobachten möchte, sollte jetzt planen. Unsere Zuchtsets können bereits vorbestellt
werden. Da nur eine begrenzte Anzahl an Kokons zur Verfügung steht, empfehlen wir eine frühzeitige Bestellung.
Gehörnte Mauerbiene: Lieferung ab KW 46/2026
Die Gehörnte Mauerbiene gehört zu den ersten Wildbienen des Jahres und kann bei milder Witterung bereits
Ende Februar bzw. Anfang März schlüpfen. Der Nistblock sollte deshalb frühzeitig vorbereitet und
spätestens im Februar am endgültigen Standort aufgestellt sein.
Rote Mauerbiene: Lieferung ab KW 04/2027
Die Rote Mauerbiene startet etwas später in die Saison. Stellen Sie den Nistblock direkt nach Erhalt
der Kokons draußen am vorgesehenen Standort auf. So ist alles rechtzeitig für den Schlupf im Frühjahr
vorbereitet.
Frost? Kein Grund zur Sorge
Mauerbienen überwintern als fertig entwickelte Bienen geschützt in ihren Kokons und sind an winterliche Temperaturen
angepasst. Übliche winterliche Minusgrade sind kein Problem. Wichtig ist vor allem ein trockener, vor Niederschlag
geschützter Standort. Eine warme Lagerung sollte vermieden werden.
Schon einen Nistblock? Jetzt an die Erweiterung denken!
Sind bereits viele Nistgänge belegt, planen Sie rechtzeitig zusätzlichen Nistraum ein. Der Winter eignet sich gut, um den
Hagemann Nistblock mit zusätzlichen Nistbrettern zu erweitern. Nehmen Sie die Erweiterung möglichst während einer
kalten Witterungsphase und unbedingt vor dem ersten Schlupf im Frühjahr vor.
Inhalt: 0.01 kg (395,00 €* / 1 kg)
Der Projektablauf
Planen Sie Ihr Wildbienen-Projekt frühzeitig. Bestellen Sie zunächst das passende Zuchtset und bereiten Sie den Standort für den Nistblock vor.
Je nach gewählter Art werden die Kokons zu unterschiedlichen Zeiten geliefert:
- Gehörnte Mauerbiene: Lieferung ab KW 46/2026
- Rote Mauerbiene: Lieferung ab KW 04/2027
Die Gehörnte Mauerbiene startet besonders früh in die Saison. Die Rote Mauerbiene folgt einige Wochen später. Der genaue Schlupfzeitpunkt hängt von den Temperaturen und der Witterung ab.
Der Nistblock wird im Außenbereich an einem sonnigen, möglichst wind- und regengeschützten Standort aufgestellt. Nach dem Schlupf sollte der Standort nicht mehr verändert werden, damit die Wildbienen ihren Nistplatz zuverlässig wiederfinden.
Zeitplanung des Projekts
Der natürliche Jahresrhythmus der Wildbienen gibt den zeitlichen Rahmen für Ihr Projekt vor. Beginnen Sie deshalb
bereits im Herbst oder Winter mit der Planung und warten Sie mit der Bestellung nicht bis zum Frühjahr.
Für pädagogische Projekte kann der Schlupf durch eine fachgerechte kühle Lagerung der Kokons begrenzt beeinflusst werden. Beachten Sie hierzu unbedingt die Hinweise in der mitgelieferten Anleitung. Eine Kühlung ersetzt jedoch keine rechtzeitige Bestellung und Vorbereitung des Projekts.
Wichtig für Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen
Beginnen Sie möglichst bereits im Herbst des Vorjahres mit der fachlichen und organisatorischen Vorbereitung. So bleibt ausreichend
Zeit für Bestellung, Standortwahl, Aufbau des Nistblocks und die Planung der pädagogischen Begleitung. Für Projekte mit der besonders früh
fliegenden Gehörnten Mauerbiene sollte der Nistblock spätestens im Februar vollständig vorbereitet sein.
Wichtig: Nahrungsangebot mitplanen
Nach dem Schlupf benötigen die Mauerbienen unmittelbar geeignete Pollen- und Nektarquellen. Prüfen Sie deshalb bereits bei der
Planung, ob in der Umgebung ausreichend früh blühende Pflanzen vorhanden sind.
Falls Sie zusätzlich eine Bienenwiese aussäen möchten, beachten Sie: Neu ausgesäte Pflanzen stehen den sehr früh fliegenden Mauerbienen nicht automatisch rechtzeitig als Nahrung zur Verfügung. Bereits vorhandene blühende Gehölze, Stauden und andere geeignete Nahrungspflanzen sind deshalb besonders wichtig.
Witterung und Temperatur beeinflussen sowohl die Blüte als auch den Schlupf. Ein bestimmter Schlupftag lässt sich daher unter natürlichen Bedingungen nicht garantieren.
Bestellung und Lieferung
Die Wildbienen-Saison beginnt lange vor dem eigentlichen Schlupf. Bestellen Sie Ihr Zuchtset deshalb möglichst frühzeitig.
Die Anzahl unserer Kokons ist begrenzt. Wir liefern nur, solange der Vorrat reicht.
Bei Zuchtsets mit Kokon-Gutschein erhalten Sie zunächst das Zuchtmaterial und lösen anschließend den beiliegenden Gutschein für die Kokons ein. Beachten Sie dabei unbedingt die aktuellen Bestell- und Liefertermine oben auf dieser Seite.
Nach Erhalt der Kokons sollten diese nicht längere Zeit warm gelagert werden. Beachten Sie für die weitere Lagerung und das Einsetzen in den Nistblock die beiliegende Anleitung.
Für Ihre Planung gilt:
- Gehörnte Mauerbiene: früh fliegende Art, Lieferung ab KW 46/2026, Nistblock spätestens im Februar vorbereiten.
- Rote Mauerbiene: etwas später fliegende Art, Lieferung ab KW 04/2027, Nistblock nach Erhalt zeitnah vorbereiten und draußen aufstellen.
Unser Tipp:
Bestellen Sie nicht erst, wenn Sie im Frühjahr die ersten Wildbienen sehen. Dann kann es für eine erfolgreiche Projektplanung bereits zu spät sein.
Hier können Sie den Coupon mit dem Code für die Lieferung der Kokons einlösen:
Hinweis
Heimische Wildbienen gehören in Deutschland zu den besonders geschützten Tierarten. Die von uns angebotenen Mauerbienen
stammen aus kontrollierter Nachzucht und wurden nicht der Natur entnommen.
Ihre Vorteile bei Hagemann:
Mit unseren Zuchtsets erhalten Sie nicht nur das Material für Ihr Wildbienen-Projekt, sondern auch die passende
pädagogische Begleitung: ausführlicher pädagogischer Leitfaden mit Sachinformationen und Anregungen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
sowie digitale Übungen, Arbeitsblätter und weitere Materialien für Tablet, PC, Beamer und Whiteboard.
Wann sollte ich ein Wildbienen-Zuchtset bestellen?
Am besten so früh wie möglich. Wer im Frühjahr 2027 ein Wildbienen-Projekt durchführen möchte,
sollte bereits im Herbst 2026 planen und bestellen. Die Anzahl der verfügbaren Kokons ist begrenzt.
Wir liefern nur, solange der Vorrat reicht.
Wann werden die Wildbienen-Kokons geliefert?
Die Lieferzeit hängt von der Wildbienenart ab:
- Gehörnte Mauerbiene: Lieferung ab KW 46/2026
- Rote Mauerbiene: Lieferung ab KW 04/2027
Beachten Sie bitte die aktuellen Hinweise unter „Termine & Infos“ oben auf dieser Seite.
Wann muss ich den Nistblock aufstellen?
Für die besonders früh fliegende Gehörnte Mauerbiene sollte der Nistblock spätestens im Februar vollständig vorbereitet und am endgültigen Standort aufgestellt sein.
Bei der Roten Mauerbiene stellen Sie den Nistblock nach Erhalt der Kokons zeitnah draußen am vorgesehenen Standort auf.
Der genaue Schlupfzeitpunkt ist witterungsabhängig und kann sich von Jahr zu Jahr unterscheiden.
Wo sollte der Nistblock aufgestellt werden?
Stellen Sie den Nistblock draußen an einem möglichst sonnigen, trockenen und vor starkem Wind und Regen geschützten Standort auf.
In der näheren Umgebung sollten ausreichend geeignete Blütenpflanzen vorhanden sein.
Nach dem Schlupf sollte der Standort möglichst nicht mehr verändert werden, damit die Wildbienen ihren Nistplatz zuverlässig wiederfinden.
Warum sind Wildbienen wichtig?
Wildbienen sind hervorragende Bestäuber für Obstbäume, Beerensträucher und viele andere Pflanzen. Sie tragen dazu bei,
dass Blüten zu Früchten werden und sichern somit die Ernte. Außerdem sind sie ein wichtiger Teil des
Ökosystems und fördern die Artenvielfalt.
Welche Pflanzen eignen sich für Wildbienen?
Wildbienen bevorzugen heimische Pflanzen, die viel Pollen und Nektar bieten, wie Obstbäume, Kräuter
(z.B. Lavendel, Salbei, Thymian) und Blumen (z. B. Krokusse, Kornblumen, Margeriten). Pflanzen mit
ungefüllten Blüten sind besonders geeignet.
Was unterscheidet die Rote von der Gehörnten Mauerbiene?
Beide Arten gehören zu den solitär lebenden Mauerbienen und nutzen geeignete Hohlräume als Nistplätze. Ein wichtiger Unterschied für die Projektplanung ist ihr unterschiedlicher Saisonstart.
Die Gehörnte Mauerbiene ist besonders früh aktiv und fliegt in der Regel bereits ab März. Die Rote Mauerbiene folgt später und ist typischerweise ab April aktiv. Der tatsächliche Schlupf hängt unter anderem von den Temperaturen und der Witterung ab.
Beide Arten sind äußerst friedlich und stechen Menschen in der Regel nicht. Sie lassen sich gut im Garten oder auf dem Balkon ansiedeln und aus nächster Nähe beobachten.
Gibt es bei Mauerbienen Arbeiterinnen und eine Königin?
Nein. Rote und Gehörnte Mauerbienen leben solitär und bilden keinen Bienenstaat mit Königin und Arbeiterinnen. Aus den Kokons schlüpfen
zunächst überwiegend die Männchen, anschließend die Weibchen. Nach der Paarung legt jedes Weibchen selbstständig seine Nester an und versorgt seine Brut.
Wie schütze ich die Wildbienen im Winter?
Mauerbienen überwintern als fertig entwickelte Bienen geschützt in ihren Kokons. Sie sind an winterliche Temperaturen angepasst, sodass übliche Minusgrade kein Problem darstellen.
Wichtiger als ein Schutz vor Kälte ist ein trockener, vor Niederschlag geschützter Standort. Vermeiden Sie eine warme Lagerung, da höhere Temperaturen den Stoffwechsel der überwinternden Bienen erhöhen und ihren natürlichen Jahresrhythmus beeinflussen können.
Muss ich den Nistblock im Winter ins Haus holen?
Nein. Ein belegter Nistblock kann am geschützten Außenstandort überwintern. Die darin befindlichen Mauerbienen sind an natürliche Wintertemperaturen angepasst.
Achten Sie darauf, dass der Nistblock trocken bleibt und vor direktem Schlagregen geschützt ist.
Kann ich meinen bereits vorhandenen Nistblock erweitern?
Ja. Wenn viele Nistgänge belegt sind, sollten Sie zusätzlichen Nistraum für die nächste Saison rechtzeitig einplanen.
Der Winter ist dafür ein geeigneter Zeitpunkt. Montieren Sie zusätzliche Nistbretter möglichst während einer kalten Witterungsphase, wenn die Wildbienen in ihren Kokons ruhen, und unbedingt vor dem ersten Schlupf im Frühjahr. Gehen Sie dabei vorsichtig mit bereits belegten Nistbrettern um.
Kann ich Wildbienen-Kokons jedes Jahr nachbestellen?
Ja. Kokons und passende Zuchtsets können auch für weitere Projekte bestellt werden. Da die Anzahl der Kokons begrenzt ist und sich ihre Lieferung am natürlichen Jahresrhythmus
der jeweiligen Wildbienenart orientiert, sollten Sie jedoch frühzeitig bestellen. Die jeweils aktuellen Liefertermine finden Sie unter „Termine & Infos“ oben auf dieser Seite.
Kann man das Wildbienen-Projekt über mehrere Jahre durchführen?
Ja. Der Nistblock kann über viele Jahre als Nisthilfe genutzt werden. Bei erfolgreicher Besiedlung entwickelt sich darin die nächste Generation der Mauerbienen.
Prüfen Sie deshalb vor jeder neuen Saison, wie viele Nistgänge bereits belegt sind. Bei zunehmender Belegung kann der Hagemann Nistblock mit zusätzlichen Nistbrettern erweitert werden.
Wie erkenne ich, ob der Nistblock bzw. die Nisthilfe angenommen wurde?
Wenn die Röhren mit einem kleinen Verschluss aus Lehm, Erde oder Pflanzenmaterial verschlossen sind,
haben die Wildbienen ihre Eier abgelegt. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass der Nistblock erfolgreich genutzt wird.
Stechen Wildbienen?
Wildbienen sind äußerst friedlich und stechen Menschen in der Regel nicht.
Menschen mit einer bekannten Insektengiftallergie sollten dennoch vorsichtig sein, da allergische Reaktionen theoretisch auch nach einem Wildbienenstich möglich sind. Bei Unsicherheit oder schwerer Allergie empfiehlt sich eine ärztliche Rücksprache.
Wie lange dauert der Entwicklungszyklus von Wildbienen?
Der Zyklus beginnt im Frühjahr, wenn die erwachsenen Wildbienen schlüpfen. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre
Eier im Nistblock ab. Die Larven entwickeln sich über den Sommer und verpuppen sich. Noch vor dem Winter entwickeln sie sich
zu fertigen Bienen und überwintern geschützt in ihren Kokons. Im folgenden Frühjahr schlüpft die neue Generation.
Wie kann ich Parasitenbefall reduzieren?
Kontrollieren und reinigen Sie den Nistblock im Herbst, wenn sich die Wildbienen vollständig in ihren Kokons entwickelt haben.
Entfernen Sie dabei Parasiten sowie alte Pollen-, Lehm- und Nestreste aus den Nistgängen. Gehen Sie mit den Kokons
vorsichtig um und beachten Sie die Hinweise in unserer Anleitung.
Welche Nahrung benötigen die Wildbienen? Welche Blumen brauchen denn die Wildbienen?
Hinsichtlich ihrer Nahrung sind die Wildbienen relativ anspruchslos – sie fliegen viele verschiedene Blütenpflanzen an. Wenn Sie einen Garten,
eine Wiese, Felder, Gärten oder Wälder an Ihrem Standort haben, finden die Wildbienen geeignete Futterpflanzen.
Typische Nahrungspflanzen der Roten Mauerbiene finden Sie weiter oben auf dieser Seite.
Benötigt man für das Ansiedeln von Wildbienen eine Genehmigung?
Das hängt vom vorgesehenen Standort ab. Nach § 40 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bedarf das Ausbringen von Tieren in der freien Natur
grundsätzlich einer Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde. Nicht jede Fläche gilt rechtlich als „freie Natur“. Beispielsweise können
gebäudenahe Gärten und Flächen innerhalb geschlossener Siedlungsbereiche anders einzuordnen sein. Entscheidend ist der jeweilige Einzelfall.
Wenn Sie Wildbienen außerhalb eines typischen Garten- oder Siedlungsbereichs ansiedeln möchten oder unsicher sind, empfehlen wir, sich vorab bei der zuständigen Naturschutzbehörde zu informieren. Informationen erhalten Sie bei Ihrer Landkreisverwaltung, Stadtverwaltung (kreisfreie Städte) oder Senatsverwaltung/Bezirksämter (Berlin).
Wo werden die Wildbienen gezüchtet? Woher kommen die Kokons?
Die Wildbienen werden in Deutschland gezüchtet.
Liegt dem Zuchtbetrieb eine Genehmigung des Landes vor?
Ja, unser Züchter hat eine Zuchtgenehmigung.
Wieviele männliche und weibliche Kokons erhalte ich?
Im Durchschnitt erhält man knapp ein Drittel männliche und zwei Drittel weibliche Kokons.
Die weiblichen Kokons erkennt ein Fachmann daran, dass sie größer sind als die männlichen.
Wie handhaben sie es, dass die Bienen nicht schon auf dem Versandweg schlüpfen?
Wir versenden die Wildbienen nicht über das Wochenende, sodass die Wildbienen möglichst kurz unterwegs sind.
Zudem versenden wir von Deutschland nach Deutschland. An warmen Tagen kann es passieren, dass ein paar Männchen
auf dem Transportweg schlüpfen. Wir empfehlen, sie dann erst noch einmal 4 Stunden in den Kühlschrank zu stellen,
damit sie träger werden. Wenn Sie diese dann an den Nistblock setzen, haben sie Zeit, sich zu orientieren und werden
immer wieder zu ihrem Nistblock zurückkehren. Wenn es wärmer wird, versenden wir die Kokons in einer Schlupfröhre,
in der Sie die Wildbienen nach der Kühlung direkt an den Nistblock legen und die Schlupföffnung öffnen können.
Dem Zuchtset liegt ein 28-seitiger pädagogischer Leitfaden bei, der Fragen mithilfe von Bildern und Illustrationen erklärt. Wir empfehlen, diesen unbedingt zu lesen, denn er enthält viele Sachinformationen und Hinweise für ein erfolgreiches Wildbienenprojekt.
Außerdem können Sie an einem kostenlosen Webinar teilnehmen. Umweltpädagoge Stefan Mümmler erklärt Ihnen in diesem Webinar die fünf Schritte für eine erfolgreiche Wildbienenzucht. Als Co-Autor der Hagemann Wildbienenzuchtsets ist Stefan Mümmler der Experte für die Wildbienenzucht. Nutzen Sie die Erfahrungen aus seiner Arbeit.
Was ist der Unterschied zwischen Honigbienen und Wildbienen?
Bienen bilden eine große Familie innerhalb der Insekten. In Deutschland gibt es die Honigbiene,
ca. 30 Hummelarten sowie ca. 560 Wildbienenarten. Honigbienen sind staatenbildende Insekten und
bilden mehrjährige Nester mit vielen Tieren. Hummeln sind ebenfalls staatenbildende Insekten und
leben in einjährigen Nestern. Die meisten Wildbienenarten leben solitär. Das Nest wird nur von einem
Weibchen zur Eiablage und Aufzucht der Larven angelegt.
Welchen Lebensraum benötigen Wildbienen?
Wildbienen brauchen eine große Pflanzenvielfalt für ihre Ernährung. Viele Bienenfans legen daher
eine Schmetterlings- und Bienenwiese mit der Hagemann Samenmischung (ArtNr. 80325) an. Je nach Art
haben Wildbienen auch ganz unterschiedliche Nistplätze: Käfergänge im Totholz, Stängel von abgestorbenen
Pflanzen, Löcher im Boden, Ritze, Fugen und Löcher in Mauern.
Sind Wildbienen Haustiere?
Nein. Wildbienen sind, wie der Name schon sagt, Wildtiere. Wenn der Nistblock auf dem Balkon oder der
Terrasse einer Mietwohnung aufgestellt werden soll, dann sollte die/der Vermieter*in vorher das Einverständnis
dazu geben.
Produzieren Wildbienen auch Honig?
Wildbienen produzieren keinen Honig wie Honigbienen. Sie sammeln Nektar und Pollen, um ihre Brut zu versorgen, legen jedoch keine Vorräte
an. Daher sind sie nicht auf eine große Honigproduktion angewiesen und unterscheiden sich in ihrem Verhalten und Lebensstil deutlich von Honigbienen.
Haben Wildbienen eine Königin?
Die meisten Wildbienenarten haben keine Königin. Sie leben nicht in Staaten wie Honigbienen, sondern führen ein Einzelgängerleben.
Jede weibliche Wildbiene baut und versorgt ihre eigenen Nester. Es gibt jedoch wenige Wildbienenarten, wie Hummeln, die in kleinen
Gemeinschaften mit einer Königin leben.
Sind Hummeln auch Wildbienen?
Ja, Hummeln gehören zu den Wildbienen. Sie sind eine Untergruppe innerhalb der Wildbienen und zeichnen sich durch ihre auffällige,
pelzige Körperbehaarung aus. Im Gegensatz zu den meisten anderen Wildbienenarten leben Hummeln in kleinen Gemeinschaften mit einer
Königin, Arbeiterinnen und Drohnen.
Unsere Wildbienenzucht
Unsere Wildbienenzucht wird von Personen mit entsprechender Fachkunde betreut. In mehreren Nistkästen, die an verschiedenen Orten aufgestellt sind,
befinden sich viele Nistbretter, die von den Mauerbienen besiedelt werden. Die Nistkästen werden im Winter geöffnet, und die Kokons werden entnommen.
Danach werden alle Nistbretter gereinigt und für das Frühjahr vorbereitet. Defekte oder unbrauchbar gewordene Nistbretter werden ausgetauscht.
Die Kokons werden bis zum Frühjahr in einem Kühlraum bei gleichbleibender Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufbewahrt. Sobald die Blüte beginnt, wird ein Teil der Kokons wieder in die Schlupfkammern gebracht. Die Wildbienen schlüpfen und der natürliche Kreislauf beginnt von vorn. Den übrigen Teil der Kokons bereiten wir für den Versand mit unseren Zuchtsets vor.
Mauerbienen sind, wie alle Wildbienen-Arten, nach dem Bundesartenschutzgesetz besonders geschützt. Daraus ergibt sich auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetz, dass Entnahme und Handel verboten sind (§ 44 BNatSchG). Dies gilt für wildlebende Tiere, die aus der Natur entnommen werden. Unsere Kokons werden künstlich vermehrt und nicht aus der Natur, sondern aus einer rechtmäßigen Zucht entnommen. Für unsere Zucht gelten die in § 45 BNatSchG angegebenen Ausnahmen für Besitz und Vermarktung.
Natürliches Vorkommen und Verbreitungsgebiet
Die von uns angebotene Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) sowie die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)
sind in ganz Deutschland verbreitet.
Nistmöglichkeiten für Wildbienen schaffen: Ein aktiver Beitrag gegen das Insektensterben
Das Insektensterben ist eine der größten Herausforderungen für unsere Biodiversität. Wildbienen sind essenziell für die Bestäubung
vieler Pflanzen und somit für intakte Ökosysteme. Doch ihre Lebensräume schwinden, und ihre Bestände gehen dramatisch zurück.
Durch das Schaffen von Nistmöglichkeiten können Sie aktiv dazu beitragen, Wildbienenpopulationen zu stabilisieren.
Vorteile beim Ansiedeln von Wildbienen
Die Erstbesiedlung mit unseren Kokons ermöglicht einen einfachen und gezielten Einstieg in das Wildbienen-Projekt.
Rote und Gehörnte Mauerbienen sind heimische Wildbienenarten und wichtige Bestäuber zahlreicher Pflanzen.
Mit einem geeigneten Nistblock schaffen Sie zusätzliche Nistmöglichkeiten und können die Entwicklung der Wildbienen über die gesamte Saison beobachten. Besonders in Gärten, auf Schulgeländen oder anderen naturnah gestalteten Flächen lässt sich so unmittelbar erleben, wie Wildbienen ihre Nester anlegen und ihre Brut versorgen.
Für eine dauerhafte Besiedlung ist neben geeigneten Nistmöglichkeiten vor allem ein ausreichendes und möglichst vielfältiges Angebot an Pollen und Nektar entscheidend. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann sich am Standort eine neue Generation entwickeln, die im folgenden Frühjahr schlüpft und den Nistblock erneut nutzt.
Mit einem Wildbienen-Projekt verbinden Sie damit praktische Naturbeobachtung mit der Förderung wichtiger Bestäuber und schaffen zugleich einen anschaulichen Zugang zu Themen wie Artenvielfalt, Lebensräume und ökologische Zusammenhänge.
Informationen und Unterstützung vor Ort
Trotz dieser Vorteile sollte eine eigene Wildbienenzucht gut durchdacht erfolgen, um negative Auswirkungen zu vermeiden. In den meisten Fällen überwiegen
jedoch die Vorteile, besonders angesichts des fortschreitenden und dramatischen Insektensterbens und der dringenden Notwendigkeit, die Biodiversität zu fördern.
Bei Fragen zum Ansiedeln bzw. Züchten von Wildbienen im Bezug zur lokalen Biodivesität in Ihrer Region helfen und unterstützen viele Naturschutzorganisatonen, Forst- und
Naturschutzbehörden vor Ort mit fachlichem Rat.
Nistblock und Nistbretter ohne Kokons aufstellen
Schon mit einfachen Maßnahmen wie Nisthilfen im Garten leistet jeder einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Natur. Wildbienen zu
fördern, ist nicht nur sinnvoll – es ist dringend notwendig.
Nahrung der Wildbienen
Hinsichtlich ihrer Nahrung sind die Wildbienen relativ anspruchslos – sie fliegen viele verschiedene Blütenpflanzen an:
- Stechpalme (Ilex aquifolium)
- Schwarzmeer-Elfenblume (Epimedium pinnatum)
- Hainbuche (Carpinus betulus)
- Gewöhnlicher Natterkopf (Echium vulgare)
- Gewöhnlicher Beinwell (Symphytum officinale)
- Raps (Brassica napus)
- Ackersenf (Sinapis arvensis)
- Goldlack (Cheiranthus cheiri)
- Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)
- Große Sternmiere (Stellaria holostea)
- Gewöhnliches Sonnenröschen (Helianthemum nummularium)
- Zistrose (Cistus creticus)
- Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)
- Futter-Esparsette (Onobrychis viciifolia)
- Zaun-Wicke (Vicia sepium)
- Weißklee (Trifolium repens)
- Roter Wiesenklee (Trifolium pratense)
- Stiel-Eiche (Quercus robur)
- Walnuß (Juglans regia)
- Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)
- Kriechender Günsel (Ajuga reptans)
- Genfer Günsel (Ajuga genevensis)
- Wiesen-Salbei (Salvia pratensis)
- Saat-Mohn (Papaver dubium)
- Sand-Mohn (Papaver argemone)
- Schlaf-Mohn (Papaver somniferum)
- Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
- Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris)
- Knolliger Hahnenfuß (Ranunculus bulbosus)
- Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
- Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)
- Wilde Resede (Reseda lutea)
- Schlehe (Prunus spinosa)
- Weißdorn (Crataegus)
- Brombeere (Rubus fruticosus)
- Himbeere (Rubus idaeus)
- Garten-Apfel (Malus domestica)
- Garten-Birne (Pyrus communis)
- Hecken-Rose (Rosa canina)
- Chinesische Rose (Rosa hugonis)
- Feuerdorn (Pyracantha coccinea)
- Weiden (Salix)
- Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
- Feld-Ahorn (Acer campestre)
- Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)