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Wildbienen FAQ

Fragen und Antworten



Wann sollte ich ein Wildbienen-Zuchtset bestellen?
Am besten so früh wie möglich. Wer im Frühjahr 2027 ein Wildbienen-Projekt durchführen möchte, sollte bereits im Herbst 2026 planen und bestellen. Die Anzahl der verfügbaren Kokons ist begrenzt. Wir liefern nur, solange der Vorrat reicht.

Wann werden die Wildbienen-Kokons geliefert?
Die Lieferzeit hängt von der Wildbienenart ab:

  • Gehörnte Mauerbiene: Lieferung ab KW 46/2026
  • Rote Mauerbiene: Lieferung ab KW 04/2027

Beachten Sie bitte die aktuellen Hinweise unter

Wildbienen Infos ›

Welches Zuchtset ist für mich geeignet?
Nutzen Sie einfach unsere Kaufberatung.

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Wo kann ich den Coupon (Gutschein) für die Kokons einlösen?

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Wann muss ich den Nistblock aufstellen?
Für die besonders früh fliegende Gehörnte Mauerbiene sollte der Nistblock spätestens im Februar vollständig vorbereitet und am endgültigen Standort aufgestellt sein. Bei der Roten Mauerbiene stellen Sie den Nistblock nach Erhalt der Kokons zeitnah draußen am vorgesehenen Standort auf. Der genaue Schlupfzeitpunkt ist witterungsabhängig und kann sich von Jahr zu Jahr unterscheiden.

Wo sollte der Nistblock aufgestellt werden?
Stellen Sie den Nistblock draußen an einem möglichst sonnigen, trockenen und vor starkem Wind und Regen geschützten Standort auf. In der näheren Umgebung sollten ausreichend geeignete Blütenpflanzen vorhanden sein.

Nach dem Schlupf sollte der Standort möglichst nicht mehr verändert werden, damit die Wildbienen ihren Nistplatz zuverlässig wiederfinden.

Warum sind Wildbienen wichtig?
Wildbienen sind hervorragende Bestäuber für Obstbäume, Beerensträucher und viele andere Pflanzen. Sie tragen dazu bei, dass Blüten zu Früchten werden und sichern somit die Ernte. Außerdem sind sie ein wichtiger Teil des Ökosystems und fördern die Artenvielfalt.

Welche Pflanzen eignen sich für Wildbienen?
Wildbienen bevorzugen heimische Pflanzen, die viel Pollen und Nektar bieten, wie Obstbäume, Kräuter (z.B. Lavendel, Salbei, Thymian) und Blumen (z. B. Krokusse, Kornblumen, Margeriten). Pflanzen mit ungefüllten Blüten sind besonders geeignet.

Was unterscheidet die Rote von der Gehörnten Mauerbiene?
Beide Arten gehören zu den solitär lebenden Mauerbienen und nutzen geeignete Hohlräume als Nistplätze. Ein wichtiger Unterschied für die Projektplanung ist ihr unterschiedlicher Saisonstart.

Die Gehörnte Mauerbiene ist besonders früh aktiv und fliegt in der Regel bereits ab März. Die Rote Mauerbiene folgt später und ist typischerweise ab April aktiv. Der tatsächliche Schlupf hängt unter anderem von den Temperaturen und der Witterung ab.

Beide Arten sind äußerst friedlich und stechen Menschen in der Regel nicht. Sie lassen sich gut im Garten oder auf dem Balkon ansiedeln und aus nächster Nähe beobachten.

Gibt es bei Mauerbienen Arbeiterinnen und eine Königin?
Nein. Rote und Gehörnte Mauerbienen leben solitär und bilden keinen Bienenstaat mit Königin und Arbeiterinnen. Aus den Kokons schlüpfen zunächst überwiegend die Männchen, anschließend die Weibchen. Nach der Paarung legt jedes Weibchen selbstständig seine Nester an und versorgt seine Brut.

Wie schütze ich die Wildbienen im Winter?
Mauerbienen überwintern als fertig entwickelte Bienen geschützt in ihren Kokons. Sie sind an winterliche Temperaturen angepasst, sodass übliche Minusgrade kein Problem darstellen.

Wichtiger als ein Schutz vor Kälte ist ein trockener, vor Niederschlag geschützter Standort. Vermeiden Sie eine warme Lagerung, da höhere Temperaturen den Stoffwechsel der überwinternden Bienen erhöhen und ihren natürlichen Jahresrhythmus beeinflussen können.

Muss ich den Nistblock im Winter ins Haus holen?
Nein. Ein belegter Nistblock kann am geschützten Außenstandort überwintern. Die darin befindlichen Mauerbienen sind an natürliche Wintertemperaturen angepasst. Achten Sie darauf, dass der Nistblock trocken bleibt und vor direktem Schlagregen geschützt ist.

Kann ich meinen bereits vorhandenen Nistblock erweitern?
Ja. Wenn viele Nistgänge belegt sind, sollten Sie zusätzlichen Nistraum für die nächste Saison rechtzeitig einplanen.

Der Winter ist dafür ein geeigneter Zeitpunkt. Montieren Sie zusätzliche Nistbretter möglichst während einer kalten Witterungsphase, wenn die Wildbienen in ihren Kokons ruhen, und unbedingt vor dem ersten Schlupf im Frühjahr. Gehen Sie dabei vorsichtig mit bereits belegten Nistbrettern um.

Kann ich Wildbienen-Kokons jedes Jahr nachbestellen?
Ja. Kokons und passende Zuchtsets können auch für weitere Projekte bestellt werden. Da die Anzahl der Kokons begrenzt ist und sich ihre Lieferung am natürlichen Jahresrhythmus der jeweiligen Wildbienenart orientiert, sollten Sie jedoch frühzeitig bestellen. Die jeweils aktuellen Liefertermine finden Sie unter „Termine & Infos“ oben auf dieser Seite.

Kann man das Wildbienen-Projekt über mehrere Jahre durchführen?
Ja. Der Nistblock kann über viele Jahre als Nisthilfe genutzt werden. Bei erfolgreicher Besiedlung entwickelt sich darin die nächste Generation der Mauerbienen. Prüfen Sie deshalb vor jeder neuen Saison, wie viele Nistgänge bereits belegt sind. Bei zunehmender Belegung kann der Hagemann Nistblock mit zusätzlichen Nistbrettern erweitert werden.

Wie erkenne ich, ob der Nistblock bzw. die Nisthilfe angenommen wurde?
Wenn die Röhren mit einem kleinen Verschluss aus Lehm, Erde oder Pflanzenmaterial verschlossen sind, haben die Wildbienen ihre Eier abgelegt. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass der Nistblock erfolgreich genutzt wird.

Stechen Wildbienen?
Wildbienen sind äußerst friedlich und stechen Menschen in der Regel nicht.

Menschen mit einer bekannten Insektengiftallergie sollten dennoch vorsichtig sein, da allergische Reaktionen theoretisch auch nach einem Wildbienenstich möglich sind. Bei Unsicherheit oder schwerer Allergie empfiehlt sich eine ärztliche Rücksprache.

Wie lange dauert der Entwicklungszyklus von Wildbienen?
Der Zyklus beginnt im Frühjahr, wenn die erwachsenen Wildbienen schlüpfen. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier im Nistblock ab. Die Larven entwickeln sich über den Sommer und verpuppen sich. Noch vor dem Winter entwickeln sie sich zu fertigen Bienen und überwintern geschützt in ihren Kokons. Im folgenden Frühjahr schlüpft die neue Generation.

Wie kann ich Parasitenbefall reduzieren?
Kontrollieren und reinigen Sie den Nistblock im Herbst, wenn sich die Wildbienen vollständig in ihren Kokons entwickelt haben. Entfernen Sie dabei Parasiten sowie alte Pollen-, Lehm- und Nestreste aus den Nistgängen. Gehen Sie mit den Kokons vorsichtig um und beachten Sie die Hinweise in unserer Anleitung.

Welche Nahrung benötigen die Wildbienen? Welche Blumen brauchen denn die Wildbienen?
Hinsichtlich ihrer Nahrung sind die Wildbienen relativ anspruchslos – sie fliegen viele verschiedene Blütenpflanzen an. Wenn Sie einen Garten, eine Wiese, Felder, Gärten oder Wälder an Ihrem Standort haben, finden die Wildbienen geeignete Futterpflanzen. Typische Nahrungspflanzen der Roten Mauerbiene finden Sie weiter oben auf dieser Seite.

Wo werden die Wildbienen gezüchtet? Woher kommen die Kokons?
Die Wildbienen werden in Deutschland gezüchtet.

Liegt dem Zuchtbetrieb eine Genehmigung des Landes vor?
Ja, unser Züchter hat eine Zuchtgenehmigung.

Wieviele männliche und weibliche Kokons erhalte ich?
Im Durchschnitt erhält man knapp ein Drittel männliche und zwei Drittel weibliche Kokons. Die weiblichen Kokons erkennt ein Fachmann daran, dass sie größer sind als die männlichen.

Wie handhaben sie es, dass die Bienen nicht schon auf dem Versandweg schlüpfen?
Wir versenden die Wildbienen nicht über das Wochenende, sodass die Wildbienen möglichst kurz unterwegs sind. Zudem versenden wir von Deutschland nach Deutschland. An warmen Tagen kann es passieren, dass ein paar Männchen auf dem Transportweg schlüpfen. Wir empfehlen, sie dann erst noch einmal 4 Stunden in den Kühlschrank zu stellen, damit sie träger werden. Wenn Sie diese dann an den Nistblock setzen, haben sie Zeit, sich zu orientieren und werden immer wieder zu ihrem Nistblock zurückkehren. Wenn es wärmer wird, versenden wir die Kokons in einer Schlupfröhre, in der Sie die Wildbienen nach der Kühlung direkt an den Nistblock legen und die Schlupföffnung öffnen können.

Dem Zuchtset liegt ein 28-seitiger pädagogischer Leitfaden bei, der Fragen mithilfe von Bildern und Illustrationen erklärt. Wir empfehlen, diesen unbedingt zu lesen, denn er enthält viele Sachinformationen und Hinweise für ein erfolgreiches Wildbienenprojekt.

Außerdem können Sie an einem kostenlosen Webinar teilnehmen. Umweltpädagoge Stefan Mümmler erklärt Ihnen in diesem Webinar die fünf Schritte für eine erfolgreiche Wildbienenzucht. Als Co-Autor der Hagemann Wildbienenzuchtsets ist Stefan Mümmler der Experte für die Wildbienenzucht. Nutzen Sie die Erfahrungen aus seiner Arbeit.

Wo finde ich das Wildbienen-Webinar?

zum Webinar ›

Was ist der Unterschied zwischen Honigbienen und Wildbienen?
Bienen bilden eine große Familie innerhalb der Insekten. In Deutschland gibt es die Honigbiene, ca. 30 Hummelarten sowie ca. 560 Wildbienenarten. Honigbienen sind staatenbildende Insekten und bilden mehrjährige Nester mit vielen Tieren. Hummeln sind ebenfalls staatenbildende Insekten und leben in einjährigen Nestern. Die meisten Wildbienenarten leben solitär. Das Nest wird nur von einem Weibchen zur Eiablage und Aufzucht der Larven angelegt.

Welchen Lebensraum benötigen Wildbienen?
Wildbienen brauchen eine große Pflanzenvielfalt für ihre Ernährung. Viele Bienenfans legen daher eine Schmetterlings- und Bienenwiese mit der Hagemann Samenmischung (ArtNr. 80325) an. Je nach Art haben Wildbienen auch ganz unterschiedliche Nistplätze: Käfergänge im Totholz, Stängel von abgestorbenen Pflanzen, Löcher im Boden, Ritze, Fugen und Löcher in Mauern.

Sind Wildbienen Haustiere?
Nein. Wildbienen sind, wie der Name schon sagt, Wildtiere. Wenn der Nistblock auf dem Balkon oder der Terrasse einer Mietwohnung aufgestellt werden soll, dann sollte die/der Vermieter*in vorher das Einverständnis dazu geben.

Produzieren Wildbienen auch Honig?
Wildbienen produzieren keinen Honig wie Honigbienen. Sie sammeln Nektar und Pollen, um ihre Brut zu versorgen, legen jedoch keine Vorräte an. Daher sind sie nicht auf eine große Honigproduktion angewiesen und unterscheiden sich in ihrem Verhalten und Lebensstil deutlich von Honigbienen.

Haben Wildbienen eine Königin?
Die meisten Wildbienenarten haben keine Königin. Sie leben nicht in Staaten wie Honigbienen, sondern führen ein Einzelgängerleben. Jede weibliche Wildbiene baut und versorgt ihre eigenen Nester. Es gibt jedoch wenige Wildbienenarten, wie Hummeln, die in kleinen Gemeinschaften mit einer Königin leben.

Sind Hummeln auch Wildbienen?
Ja, Hummeln gehören zu den Wildbienen. Sie sind eine Untergruppe innerhalb der Wildbienen und zeichnen sich durch ihre auffällige, pelzige Körperbehaarung aus. Im Gegensatz zu den meisten anderen Wildbienenarten leben Hummeln in kleinen Gemeinschaften mit einer Königin, Arbeiterinnen und Drohnen.

Welches Nahrungspflanzen sind für Wildbienen geeignet?

  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Schwarzmeer-Elfenblume (Epimedium pinnatum)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Gewöhnlicher Natterkopf (Echium vulgare)
  • Gewöhnlicher Beinwell (Symphytum officinale)
  • Raps (Brassica napus)
  • Ackersenf (Sinapis arvensis)
  • Goldlack (Cheiranthus cheiri)
  • Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)
  • Große Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Gewöhnliches Sonnenröschen (Helianthemum nummularium)
  • Zistrose (Cistus creticus)
  • Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)
  • Futter-Esparsette (Onobrychis viciifolia)
  • Zaun-Wicke (Vicia sepium)
  • Weißklee (Trifolium repens)
  • Roter Wiesenklee (Trifolium pratense)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur)
  • Walnuß (Juglans regia)
  • Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)
  • Kriechender Günsel (Ajuga reptans)
  • Genfer Günsel (Ajuga genevensis)
  • Wiesen-Salbei (Salvia pratensis)
  • Saat-Mohn (Papaver dubium)
  • Sand-Mohn (Papaver argemone)
  • Schlaf-Mohn (Papaver somniferum)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris)
  • Knolliger Hahnenfuß (Ranunculus bulbosus)
  • Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
  • Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)
  • Wilde Resede (Reseda lutea)
  • Schlehe (Prunus spinosa)
  • Weißdorn (Crataegus)
  • Brombeere (Rubus fruticosus)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Garten-Apfel (Malus domestica)
  • Garten-Birne (Pyrus communis)
  • Hecken-Rose (Rosa canina)
  • Chinesische Rose (Rosa hugonis)
  • Feuerdorn (Pyracantha coccinea)
  • Weiden (Salix)
  • Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)

Wo kommen die Wildbienen vor? Wie ist das natürliche Verbreitungsgebiet?
Die von uns angebotene Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) sowie die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) sind in ganz Deutschland verbreitet.

Kann man Nistmöglichkeiten für Wildbienen schaffen? Wie kann man einen aktiven Beitrag gegen das Insektensterben leisten?
Das Insektensterben ist eine der größten Herausforderungen für unsere Biodiversität. Wildbienen sind essenziell für die Bestäubung vieler Pflanzen und somit für intakte Ökosysteme. Doch ihre Lebensräume schwinden, und ihre Bestände gehen dramatisch zurück. Durch das Schaffen von Nistmöglichkeiten können Sie aktiv dazu beitragen, Wildbienenpopulationen zu stabilisieren.

Kann man den Nistblock und Nistbretter auch ohne Kokons aufstellen
Schon mit einfachen Maßnahmen wie Nisthilfen im Garten leistet jeder einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Natur. Wildbienen zu fördern, ist nicht nur sinnvoll, es ist dringend notwendig. Deshalb können Sie den Nistblock auch ohne Kokons aufstellen. Im Frühjahr wird dieser von verschiedenen Arten besiedelt.

Welche Vorteile gibt es beim Ansiedeln von Wildbienen?
Der Einstieg und die Erstbefüllung mit unseren Kokons ist besonders effektiv, um die Nistblöcke schnell zu besiedeln. Auch wenn es sich um gebietsfremde, aber in ganz Deutschland vorkommende Wildbienen handelt, überwiegen die Vorteile: In vielen Regionen bleiben potenzielle Lebensräume ohne gezielte Besiedelung ungenutzt, was den Rückgang der biologischen Vielfalt weiter beschleunigen könnte. Aktive Maßnahmen tragen dazu bei, wichtige ökologische Nischen zu besetzen und die Bestäubung von Pflanzen zu sichern. Sie helfen damit nicht nur den Wildbienen, sondern auch der Pflanzen- und Tierwelt, die auf sie angewiesen sind. Dadurch wird letztlich das gesamte Ökosystem stabilisiert.
Ein weiterer Vorteil ist die Erhöhung der genetischen Vielfalt: Gebietsfremde Populationen können die genetische Vielfalt der lokalen Wildbienenbestände erhöhen. Eine größere genetische Vielfalt fördert die Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen, wie Klimawandel oder neue Pflanzenarten und andere durch klimatische Veränderungen eingewanderte Tierarten. Die Populationen lokaler bzw. regionaler Wildbienenarten sind oft klein und anfällig f�r Krankheiten, Parasiten oder andere Bedrohungen. Eine zusätzliche Population der gleichen Wildbienenart (Osmia bicornis oder Osmia cornuta) kann helfen, diese Schwächen auszugleichen und das Risiko des lokalen Aussterbens zu verringern. Die ökologische Funktion des Lebensraums wird effektiv erweitert.

Wo gibt es Informationen und Unterstützung vor Ort?
Trotz dieser Vorteile sollte eine eigene Wildbienenzucht gut durchdacht erfolgen, um negative Auswirkungen zu vermeiden. In den meisten Fällen überwiegen jedoch die Vorteile, besonders angesichts des fortschreitenden und dramatischen Insektensterbens und der dringenden Notwendigkeit, die Biodiversität zu fördern. Bei Fragen zum Ansiedeln bzw. Züchten von Wildbienen im Bezug zur lokalen Biodivesität in Ihrer Region helfen und unterstützen viele Naturschutzorganisatonen, Forst- und Naturschutzbehörden vor Ort mit fachlichem Rat.

Wie funktioniert die Hagemann Wildbienenzucht?
Unsere Wildbienenzucht wird von Personen mit entsprechender Fachkunde betreut. In mehreren Nistkästen, die an verschiedenen Orten aufgestellt sind, befinden sich viele Nistbretter, die von den Mauerbienen besiedelt werden. Die Nistkästen werden im Winter geöffnet, und die Kokons werden entnommen. Danach werden alle Nistbretter gereinigt und für das Frühjahr vorbereitet. Defekte oder unbrauchbar gewordene Nistbretter werden ausgetauscht.

Die Kokons werden bis zum Frühjahr in einem Kühlraum bei gleichbleibender Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufbewahrt. Sobald die Blüte beginnt, wird ein Teil der Kokons wieder in die Schlupfkammern gebracht. Die Wildbienen schlüpfen und der natürliche Kreislauf beginnt von vorn. Den übrigen Teil der Kokons bereiten wir für den Versand mit unseren Zuchtsets vor.

Mauerbienen sind, wie alle Wildbienen-Arten, nach dem Bundesartenschutzgesetz besonders geschützt. Daraus ergibt sich auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetz, dass Entnahme und Handel verboten sind (§ 44 BNatSchG). Dies gilt für wildlebende Tiere, die aus der Natur entnommen werden. Unsere Kokons werden künstlich vermehrt und nicht aus der Natur, sondern aus einer rechtmäßigen Zucht entnommen. Für unsere Zucht gelten die in § 45 BNatSchG angegebenen Ausnahmen für Besitz und Vermarktung.

Benötigt man für das Ansiedeln von Wildbienen eine Genehmigung?
Das hängt vom vorgesehenen Standort ab. Nach § 40 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bedarf das Ausbringen von Tieren in der freien Natur grundsätzlich einer Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde. Nicht jede Fläche gilt rechtlich als „freie Natur“. Beispielsweise können gebäudenahe Gärten und Flächen innerhalb geschlossener Siedlungsbereiche anders einzuordnen sein. Entscheidend ist der jeweilige Einzelfall.

Wenn Sie Wildbienen außerhalb eines typischen Garten- oder Siedlungsbereichs ansiedeln möchten oder unsicher sind, empfehlen wir, sich vorab bei der zuständigen Naturschutzbehörde zu informieren. Informationen erhalten Sie bei Ihrer Landkreisverwaltung, Stadtverwaltung (kreisfreie Städte) oder Senatsverwaltung/Bezirksämter (Berlin).