Hagemann Gruppenprojektset Stabschrecken
- Indische Stabschrecke (Carausius morosus, PSG 1), 3 Jungtiere und Eier enthalten
- für Gruppenarbeit in Kindergarten und Schule: mit 3 separaten Aufzucht-Netzen
- Entwicklung über Monate beobachten – ideal für langfristige Natur- und Unterrichtsprojekte
- mit Lupendose und 3 Speziallinsen für Beobachtung, Vergleich und Forscheraufgaben
- mit pädagogischem Leitfaden, Arbeitsblättern und 3 interaktiven Online-Übungen
Hagemann Gruppenprojektset Stabschrecken
Stabschrecken gemeinsam beobachten und erforschen
Mit dem Hagemann Gruppenprojektset Stabschrecken können mehrere Kindergruppen gleichzeitig die Entwicklung der Indischen Stabschrecke (Carausius morosus, PSG 1) beobachten. Drei separate Aufzucht-Netze, drei junge Stabschrecken und Stabschrecken-Eier machen das Set besonders interessant für Kindergarten-Gruppen, Schulklassen, Forscher-AGs und andere pädagogische Projekte.
Über mehrere Monate hinweg ergeben sich immer wieder neue Beobachtungsanlässe: Die Tiere wachsen, häuten sich mehrfach und entwickeln sich von der jungen Nymphe bis zur ausgewachsenen Stabschrecke. Beobachtungen lassen sich vergleichen, fotografieren, zeichnen und dokumentieren.
Drei Aufzucht-Netze für die Gruppenarbeit
Das Gruppenprojektset enthält drei separate Aufzucht-Netze. Dadurch können beispielsweise drei Kleingruppen parallel arbeiten und jeweils eigene Tiere beobachten und versorgen.
Die Gruppen können ihre Ergebnisse anschließend miteinander vergleichen:
- Wie schnell wachsen die Stabschrecken?
- Wann finden Häutungen statt?
- Wie verändern sich Größe und Färbung?
- Welche Futterpflanzen werden angenommen?
- Wie verhalten sich die Tiere zu unterschiedlichen Tageszeiten?
So lässt sich aus der Tierbeobachtung ein längerfristiges naturwissenschaftliches Projekt mit regelmäßig neuen Fragestellungen entwickeln.
Drei junge Stabschrecken für den direkten Projektstart
Zum Set gehören drei junge Indische Stabschrecken sowie Stabschrecken-Eier. Dadurch kann jede Gruppe bereits nach dem Einrichten der Aufzucht-Netze mit der Beobachtung beginnen, während sich aus den Eiern weitere Nymphen entwickeln können.
Junge Stabschrecken sind klein und hervorragend getarnt. Zwischen Zweigen und Blättern können sie deshalb leicht übersehen werden. Genaues Hinsehen gehört somit von Anfang an zum Projekt.
Nicht aus jedem Ei schlüpft eine Stabschrecke. Natürliche Ausfälle gehören zur Entwicklung lebender Tiere dazu.
Vom Ei bis zur ausgewachsenen Stabschrecke
Stabschrecken durchlaufen eine unvollständige Metamorphose. Aus dem Ei schlüpft eine Nymphe, die der ausgewachsenen Stabschrecke bereits ähnlichsieht. Ein Puppenstadium wie bei Schmetterlingen gibt es nicht.
Während ihres Wachstums häuten sich die Tiere mehrfach und werden mit jeder Entwicklungsstufe größer. Dadurch lässt sich die Entwicklung eines Insekts über einen längeren Zeitraum unmittelbar verfolgen.
Auch die Fortpflanzung bietet einen interessanten biologischen Aspekt: Weibliche Indische Stabschrecken können sich durch Jungfernzeugung, die sogenannte Parthenogenese, auch ohne Männchen vermehren.
Mimese – Tarnung aus nächster Nähe beobachten
Die Indische Stabschrecke gehört zu den Gespenstschrecken und fällt besonders durch ihre außergewöhnliche Tarnung auf. Körperform und Färbung erinnern an dünne Zweige.
Auch ihr Verhalten trägt zur Tarnung bei. Stabschrecken sitzen häufig ruhig zwischen den Futterpflanzen oder bewegen sich langsam und schaukelnd. Dadurch können sie wie ein Zweig wirken, der sich im Wind bewegt.
Diese Form der Tarnung wird als Mimese bezeichnet und bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für Beobachtungsaufgaben rund um Anpassung, Fressfeinde, Körperbau und Verhalten von Insekten.
Was fressen Stabschrecken?
Indische Stabschrecken ernähren sich von Pflanzenblättern. Als Futter eignen sich beispielsweise:
- Brombeere
- Himbeere
- Efeu
- Liguster
Weitere geeignete Futterpflanzen werden im pädagogischen Leitfaden beschrieben.
Die Futterzweige sollten frisch gehalten und regelmäßig ausgetauscht werden. Werden Zweige in ein Gefäß mit Wasser gestellt, muss die Wasseroberfläche sicher abgedeckt werden, damit insbesondere kleine Nymphen nicht hineinfallen und ertrinken können.
Pflege als Teil des Gruppenprojekts
Die regelmäßige Versorgung der Stabschrecken lässt sich in das Gruppenprojekt integrieren. Kinder können gemeinsam beobachten, wann Futter ausgetauscht oder Feuchtigkeit ergänzt werden muss, und die Versorgung dokumentieren.
Für die Haltung empfehlen wir:
- möglichst konstante Raumtemperatur von etwa 20 bis 25 °C
- heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung
- frische Futterzweige
- regelmäßiges Besprühen mit Wasser
- ausreichend hohe Zweige zum Klettern und Häuten
Bei trockener Raumluft sollte täglich leicht gesprüht werden, ansonsten in der Regel alle zwei bis drei Tage.
Die Verantwortung für die fachgerechte Versorgung der Tiere verbleibt immer bei den betreuenden Erwachsenen.
Mit Lupendose und Speziallinsen genauer hinschauen
Das Gruppenprojektset enthält zusätzlich eine Hagemann Lupendose. Damit können geeignete Naturmaterialien und kleine Beobachtungsobjekte vergrößert betrachtet werden.
Zum Set gehört außerdem das dreiteilige Set „So sehen Insekten“ mit Facettenlinse, Spirallinse und linearer Linse. Die unterschiedlichen optischen Effekte bieten einen anschaulichen Einstieg in die Beschäftigung mit Sehen und Wahrnehmung.
Die Linsen zeigen nicht exakt, wie ein Insekt seine Umwelt wahrnimmt. Sie dienen als vereinfachte Modelle und als Ausgangspunkt für Beobachtungen, Vergleiche und Gespräche über Insektenaugen.
Beobachten statt Anfassen
Frisch geschlüpfte Nymphen sind sehr klein und empfindlich und sollten nicht mit den Händen angefasst werden.
Mit zunehmendem Wachstum werden die Tiere robuster. Ausgewachsene Stabschrecken können bei vorsichtigem Umgang auch auf die Hand gesetzt werden. Im Mittelpunkt des Projekts steht jedoch das behutsame Beobachten und Erforschen der Tiere.
Kinder sollten nur unter Aufsicht eines Erwachsenen mit den Stabschrecken umgehen.
Ideal für Kindergarten, Grundschule und weiterführende Schule
Im Kindergarten können Körperbau, Tarnung, Wachstum und grundlegende Bedürfnisse lebender Tiere gemeinsam beobachtet und besprochen werden.
In der Grundschule eignet sich das Gruppenprojekt beispielsweise für den Sachunterricht, Naturprojekte, Projekttage und erste naturwissenschaftliche Untersuchungen.
In der weiterführenden Schule lassen sich Themen wie unvollständige Metamorphose, Parthenogenese, Mimese, Anpassung und Insektenbiologie vertiefen.
Durch die drei Aufzucht-Netze können verschiedene Gruppen parallel arbeiten und ihre Beobachtungen anschließend vergleichen.
Anknüpfungspunkte an Lehr- und Bildungspläne
Das Gruppenprojekt Stabschrecken bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte an Bildungs- und Lehrpläne in Deutschland. Die konkrete Zuordnung ist abhängig von Bundesland, Schulform und Altersstufe.
Im Kindergarten und in der Vorschule lassen sich insbesondere Bereiche der frühen naturwissenschaftlichen Bildung aufgreifen. Kinder können ein lebendes Tier über einen längeren Zeitraum beobachten, Veränderungen wahrnehmen, Merkmale vergleichen und sich mit den Bedürfnissen und Lebensbedingungen von Tieren beschäftigen.
Mögliche Themen sind:
- Natur und Umwelt entdecken
- Tiere beobachten und beschreiben
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen
- Veränderungen über einen längeren Zeitraum wahrnehmen
- Verantwortung im Umgang mit Lebewesen
- Fragen stellen und eigene Beobachtungen formulieren
Im Sachunterricht der Grundschule bestehen unter anderem Anknüpfungspunkte zu folgenden Themen:
- Tiere und ihre Lebensräume
- Körperbau und Merkmale von Insekten
- Ernährung und Bedürfnisse von Tieren
- Wachstum und Entwicklung
- Angepasstheit an Lebensbedingungen
- Tarnung und Schutz vor Fressfeinden
- Beobachten, Vergleichen und Dokumentieren
- verantwortungsvoller Umgang mit Lebewesen
- Natur- und Umweltschutz
Beobachtungen können beispielsweise in Entwicklungsprotokollen, Tabellen, Zeichnungen oder Fotodokumentationen festgehalten und über mehrere Wochen miteinander verglichen werden.
Für den Biologieunterricht der Sekundarstufe ergeben sich weitere Anknüpfungspunkte:
- Bau und Merkmale von Insekten
- unvollständige Metamorphose
- Fortpflanzung und Parthenogenese
- individuelle Entwicklung von Lebewesen
- Mimese und Anpassung
- Einfluss von Umweltbedingungen auf Organismen
- systematisches Beobachten und Vergleichen
- Dokumentieren und Auswerten biologischer Beobachtungen
Das Gruppenprojekt bietet damit Möglichkeiten, typische naturwissenschaftliche Arbeitsweisen praktisch anzuwenden: beobachten, Fragen entwickeln, Daten erfassen, Ergebnisse vergleichen und Beobachtungen fachsprachlich beschreiben.
Pädagogisches Begleitmaterial bereits enthalten
Zum Gruppenprojektset gehört ein ausführlicher pädagogischer Leitfaden mit Sachinformationen zur Indischen Stabschrecke, Hinweisen zur Haltung und Anregungen für die pädagogische Arbeit.
Die Materialien behandeln unter anderem:
- Körperbau der Stabschrecke
- Entwicklung und unvollständige Metamorphose
- Mimese und Tarnverhalten
- Beobachtung und Dokumentation
- Fortpflanzung und Jungfernzeugung
- Insekten und ihre Lebensräume
Zusätzlich stehen drei interaktive Online-Übungen zur Verfügung. Für Kindergarten und Grundschule enthält das Material außerdem speziell aufbereitete Kopiervorlagen.
Anknüpfungspunkte für Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die Haltung und Beobachtung der Stabschrecken bietet Anlässe, mit Kindern über die Bedürfnisse lebender Tiere, Lebensräume und den verantwortungsvollen Umgang mit Natur zu sprechen.
Das Projekt kann damit auch Inhalte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aufgreifen. Mögliche Themen sind beispielsweise:
- Verantwortung für Lebewesen übernehmen
- Bedürfnisse von Tieren erkennen und berücksichtigen
- Lebensräume und Anpassungen untersuchen
- heimische und gebietsfremde Arten unterscheiden
- Bedeutung und Schutz heimischer Insekten thematisieren
Im Mittelpunkt stehen konkrete Beobachtungen und praktische Erfahrungen mit lebenden Tieren.
Wichtig: Lebende Tiere im Unterricht
Das Gruppenprojektset ist ein pädagogisches Beobachtungs- und Zuchtprojekt und kein Spielzeug. Die Tiere müssen regelmäßig und entsprechend ihren Bedürfnissen versorgt werden.
Das gilt auch für Wochenenden, Feiertage und Ferienzeiten. Die Versorgung sollte deshalb bereits vor Projektbeginn organisatorisch geklärt werden.
Die Indische Stabschrecke gehört in Deutschland nicht zur heimischen Tierwelt. Tiere und Eier dürfen nicht in die freie Natur ausgesetzt werden.
Auch nach Abschluss des Projekts muss die weitere Versorgung sichergestellt sein. Weibliche Indische Stabschrecken können sich auch ohne Männchen vermehren und weitere Eier ablegen.
Wunschtermin für das Gruppenprojekt planen
Da lebende Stabschrecken und Eier speziell für die Bestellung vorbereitet werden, sollte das Projekt rechtzeitig geplant werden.
Im Bestellprozess wird eine gewünschte Lieferwoche ausgewählt. Berücksichtigen Sie bei der Terminplanung Unterrichtszeiten, Ferien, Schließtage und die kontinuierliche Versorgung der Tiere.
Lieferumfang
- 3 junge Indische Stabschrecken (Carausius morosus, PSG 1)
- Stabschrecken-Eier
- 3 zusammenfaltbare Aufzucht-Netze
- 1 Hagemann Lupendose
- 1 Set „So sehen Insekten“, 3-teilig, mit Facettenlinse, Spirallinse und linearer Linse
- 1 pädagogischer Leitfaden mit Sachinformationen und Hinweisen zur Haltung
- Arbeitsblätter und Kopiervorlagen
- Webcode für den Zugang zu 3 interaktiven Online-Übungen
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Produkthinweis
Dieses Produkt ist nur zum Unterrichten bzw. zur Ausbildung unter Aufsicht eines Erwachsenen (beispielsweise Lehrer/Erzieher, Ausbilder) bestimmt.